Menu

Die Benewand – oder der Sprung ins Glück

Meine erste Tour führt mich in die Bayerischen Voralpen auf einen der Hausberge Münchens, die Benediktenwand – liebevoll auch Benewand genannt. Hochmotiviert ignoriere ich die Passage in der Tourbeschreibung für Konditionsstarke. Vielmehr lasse mich von den Aussagen naturnah, wenig frequentiert und der unbekannte, aber viel schönere Aufstieg dazu verleiten, die Herausforderung anzunehmen.

Meine Erwartungen werden nicht enttäuscht. Bei Kaiserwetter starten wir in Jachenau, durchwandern Wald und Wiesen, stapfen ab Höhenmeter 1.600 im T-Shirt fröhlich durch den Schnee und schlagen uns kurz vor dem Gipfel durch einen Urwald aus Zirben. Der 360-Grad-Ausblick auf der Benediktenwand ist atemberaubend: Im Norden das malerische Voralpenland, im Süden die unzähligen Karwendelgipfel, im Osten der Blick bis zum Watzmann und im Westen die Ammergauer Alpen.

Die Gipfelbrotzeit wird zum Picknick im Schneefeld und wir stärken uns mit Kaminwurzen und Marmorkuchen für den Abstieg. Nach einer schier endlosen Strecke auf einem stetig abwärts führenden Forstweg sind wir endlich im Tal angelangt, aber noch lange nicht am Ziel. Erst kraftraubende 6 km später kommen wir wieder zum Ausgangspunkt. Meine Beine sind kaum mehr zu spüren, als wir endlich die Heimreise antreten. Sie melden sich jedoch umso lauter am nächsten Tag zurück – mit dem Muskelkater meines Lebens!

ERKENNTNIS DES TAGES
Eine 8-Stunden-Tour mit 1.000 Höhenmetern ist wirklich (!) anstrengend.

0 Kommentare

Keine Kommentare vorhanden

Hinterlasse einen Kommentar