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Drei Gründe, warum die Steinplatte auch im Sommer ein attraktives Ausflugsziel ist

Die Steinplatte ist vielen Skifahrern ein Begriff. Das Hochplateau mit seinem 1.869 Meter hohen Gipfel liegt in den Chiemgauer Alpen in Österreich. In der Wintersaison herrscht hier Hochbetrieb. Doch im Sommer schwächelte, wie in so vielen anderen Skigebieten auch, das Geschäft. Deswegen haben die Betreiber der Seilbahn ein Konzept für die schneefreie Zeit ausgearbeitet und fahren damit ganz gut. Wir haben uns das mal als Wanderer angeschaut.

1. Die Wege

Der erste Grund, warum sich die Steinplatte auch im Sommer lohnt, ist die Mischung aus gut ausgebauter Infrastruktur und trotzdem reizvollen, schmalen Steigen. Rund um die Steinplatte ist ein ca. 400 Kilometer langes Wegenetz zu finden. Wir hatten etwas Mühe, die für uns passende Tour ausfindig zu machen. Dafür wurden wir bergauf mit einem superschönen, schmalen Weg durch den Wald belohnt, den wir komplett für uns alleine genießen durften und der uns immer wieder einen wunderschönen Blick auf die markante Südwand der Steinplatte ermöglicht. Scheinbar ein Geheimtipp ­– der Weg ist in der offiziellen Sommer-Karte nämlich nicht eingezeichnet.

Auf dem Hochplateau selbst muss man sich leider ein paar Wege mit den Mountainbikern teilen. Aber mit der entsprechenden Rücksichtnahme ist das kein Problem. Wir sind angenehm überrascht, dass sich der Verlauf der Pisten lediglich anhand der Liftkonstruktionen ausmachen lässt. Durch die landwirtschaftliche Pflege und den Almbetrieb wandern wir an saftig grüne Wiesen und zufriedenen Kühen vorbei und finden, dass sich auch die drei Speicherseen eigentlich ganz gut in das Gesamtbild einfügen.

Das letzte Stück zu den Gipfeln Fellhorn und Steinplatte macht mit seinen leichten Kraxeleien wieder richtig Spaß – und entschädigt für ein paar Meter Schotter und Teer.

2. Die Seilbahn

Die Steinplatte hat für fast jeden Aktiven etwas zu bieten – und sorgt mit dem Seilbahnbetrieb auch noch für eine gehörige Portion Komfort. Von Waidring aus führt die Bahn direkt auf das Hochplateau. Der Weg von der Bergstation zum Gipfel ist dann nicht mehr weit und somit auch für weniger Konditionsstarke und Familien geeignet. Außerdem wurde mit der Gründung des Triassic Park 2008 ein weiteres Highlight für die Kleinen geschaffen. Der Abenteuerpark zeigt lebensgroße Plastik-Dinosaurier und bietet den »höchstgelegenen Sandstrand« der Alpen, inklusive künstlich angelegtem See.

Durch das variantenreiche Angebot an Mountainbikewegen und den Klettersteigen verschiedener Schwierigkeitsgrade kommen auch Radler und Kraxler auf ihre Kosten. Und die Gondel bringt sie alle nach oben. Oder hinunter. So wie uns, die wir nach einer etwas zu ausgiebige Gipfelbrotzeit froh sind, nicht mehr nach ganz unten laufen zu müssen.

3. Der Ausblick

Zugegeben, es waren nicht nur die Käsebrote und Pfefferbeißer, die uns so lange auf dem Gipfel verweilen ließen. Die sagenhafte Rundsicht hat einen bedeutenden Teil dazu beigetragen, dass wir uns einfach nicht losreissen konnten: Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen, Loferer Steinberge, Hohe Tauern… Ach, schau dir am Besten die Slideshow zu Beginn dieses Artikels an. Bilder sagen mehr als Worte!

1 Kommentar

Franz

Ein sehr schöner Beitrag mit tollen Bildern. 😉
Und es war eine wunderschöne Wanderung.

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